Um Arusha herum leben in den Slums viele Massai. Dieser Stamm ist in Tansania der einzige Nomadenstamm. Allerdings gibt es viele Massai, die sich in den Randbezirken der Städte niedergelassen haben, und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten.
Aufgrund ihrer Tradition leben die Massai sehr improvisierend.
Arusha hat ein Elektrizitätsnetz und auch fließend Wasser, das gilt aber nicht für die Randbezirke der Stadt.

Durch einen zufällig entstandenen Kontakt mit einem Pastor aus Arusha ergab sich die Möglichkeit, hier zu helfen.

In Kooperation mit der Mount Meru-Universität von Arusha entstand 2012 ein Mietmodell, das ähnlich funktionieren sollte wie in Mbesa. Mitarbeiter der Universität und einer Kirche erklärten sich bereit, Mietverträge mit Massai in den Randbezirken von Arusha zu schließen und die Wartung der Lampen zu übernehmen. Im Bild sehen wir Mitarbeiter der Mount-Meru-Universität mit Lampenbausätzen, und einem von uns verfassten Schnell-Kurs Solartechnik, der interessierten Studenten der Uni zur Verfügung gestellt werden sollte.
Der Kurs erklärt anschaulich und einfach, wie man eine an individuelle Wünsche angepasste Inselanlage bauen kann.

Die Lampe wurde sehr freudig von der an die Mount-Meru-Universität angeschlossene Secondary School angenommen, wo sie hilft, Schlafräume in der Nacht zu beleuchten.

Hier im Bild üben sich Mitarbeiter im Zusammensetzen der Lampe. Viele Leute sollten die Lampe gut kennen, um die Arbeit der Wartung der Lampen auf viele Schultern zu verteilen.

Hier treffen sich Wolfram Meyer und Dr. Rudolph Gerlach mit Vertretern der Massai, um ihnen das Mietmodell und die Vorteile der Lampe zu erläutern.

2013 konnten wir uns davon überzeugen, dass die Lampenvermietung auch bei den Massai Anklang fand. Hier sehen wir eine typische Rundhütte…

… die oben auf dem Dach mit deinem kleinen Solar-Panel ausgestattet ist. Die Hütte dient der Massai-Familie als Schlafzimmer. Jetzt gibt es auch in der Nacht Licht.

Allerdings stellte es sich bald heraus, dass die Kundenbetreuung sehr schwierig und zeitintensiv war, und das Team der Universität mit 200 Lampen-Vermietungen ausgelastet war. Das Projekt wurde deshalb nicht nicht erweitert.