In Kilwa Kivinje unterhält eine kleine Kirchengemeinde eine Nursery School. Im tansanischen Schulsystem lernt man dort vor dem Besuch der eigentlichen Grundschule schon Lesen, Schreiben und die Grundrechenarten.

Allerdings ist der Besuch einer guten Nursery School längst nicht jedem Kind möglich, und wer es sich irgend leisten kann, schickt sein Kind auf private Schulen, weil die wirtschaftlich denken müssen und deshalb oft besseren Service (Unterricht) bieten, als die staatlichen Schulen.

So sah es 2015 dort aus:

Lebendiger Unterricht

 

Die Schüler haben Kappen von Pet-Flaschen gesammelt und rechnen damit in ihrer Klasse.
Das ist als handlungsorientierter Ansatz in Tansania etwas Besonderes!
Oft wird in den Schulen nur im Chor wiederholt, was der Lehrer sagt.

Die Nursery School der Kirchengemeinde wird von dem ausschließlich muslimischen Umfeld gern angenommen, weil die Unterrichtsqualität als sehr gut gilt. So wird nicht nur Lesen und Schreiben gelehrt, sondern durch die Schule ein wertvoller Beitrag zum entspannten Miteinander der Religionen geleistet, was in unserer Zeit von größter Wichtigkeit ist.

 

Ausbauwürdige bauliche Gegebenheiten

 

Hier sitzen die Kleinsten auf Grasmatten im Flur. Dieses Bild wurde 2013 aufgenommen, da hatte das Gebäude noch keine Zimmerdecken.
Über einen Sponsor konnte dieser Zustand behoben werden.

Jetzt hört man im Nebenzimmer nicht mehr jedes Wort mit…

 

 

 

Trinkwasser

 

In Kilwa gibt es keine öffentliche Wasserversorgung. 2013 wurde der chronische Wassermangel in der Trockenzeit durch den Neubau einer großen Zisterne und Regenrinnen behoben.

 

Elektrischer Strom

Es gibt zwar ein öffentliches Stromnetz, das aber sehr unzuverlässig und teuer ist.Für das Fischerlampenprojekt haben wir die nötige Solaranlage schon auf das Dach gesetzt.
Momentan werden die schon gelieferten Lampen auch an Menschen vermietet, die in ihren Häusern Licht haben wollen.
Die Einnahmen kommen der Schule zugute.

 

Die Schulküche


Es gibt Maisbrei. Jeden Tag.

Klassenzimmer

Diese größeren Kinder haben einen Raum und eine Tafel. Aber auch keine Möbel…

 

Unser Plan:

 

Ursprünglich: Bau von drei Schulräumen (auf dem Plan in gelb),

nach zusätzlichen Spenden während des laufenden Projektes mussten wir umdisponieren:
Bau von vier Schulräumen und einem Lehrerzimmer (Ursprünglich in grün)

Weil die baulichen Mängel selbst für Tansania sehr groß waren, wurde der Kirchengemeinde durch die Behörden mit Schließung gedroht.

Wir haben über die Bingo-Umweltstiftung Gelder bewilligt bekommen, um hier zu helfen.

Im Winter 2015/16 werden vier Schulräume und ein Lehrerzimmer gebaut, und von Spendern aus Deutschland mit Unterrichtsmaterialien und Möbeln ausgestattet.

Damit setzen wir einen kleinen Teil des schon bestehenden Architektenplans für einen kompletten Schulneubau um.

Die Kinder und das Lehrpersonal freuen sich auf Unterricht in angemessenen Räumen!

 

Projektfortschritt:

Oktober 2015: Die Arbeiten beginnen

 

Die “Fenster” werden geliefert

 

Februar 2016: Richtfest!

Frühjahr 2016:: Das Dach ist gedeckt

Mai 2016: Die Schüler freuen sich schon auf ihre neuen Klassenräume

 

Oktober 2016:

Der Bau ist fertig, der Unterricht beginnt!