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Eine Futtermühle für KT – KILIMO TIMILIFU

KT in Lindi ist eine Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Kleinbauern dazu zu befähigen, ohne Investitionen in Düngemittel oder landwirtschaftliche Maschinen größere Ernten zu erwirtschaften als bisher.

Der Kerngedanke liegt darin, dass gezeigt wird, wie mit traditionellen Mitteln Auslaugen und unnötiges Austrocknen vermieden werden kann und warum importierte Techniken wie Pflügen den Boden kaputtmachen können.

Die landwirtschaftlichen Testflächen von KT liegen in einem von Kleinbauern verlassenen Teil nahe Lindi. KT ist es gelungen, diesen Boden wieder fruchtbar zu machen, und führt Seminare durch, um dieses Wissen an viele Menschen weiterzugeben.

In der Modellanlage in Lindi entsteht ein Landwirtschaftsbetrieb, der eine Ölmühle, den Ackerbau und eine Hühnerzucht so miteinander verzahnt, dass in vielen Bereichen Möglichkeiten für Menschen in der Umgebung bestehen, mitzuarbeiten und damit etwas Geld zu verdienen.

Die Reingewinn des Betriebs wird benötigt, um die Seminartätigkeit und die Ausbildung von Ausbildern zu finanzieren. Momentan ist KT noch von Spenden aus dem Ausland abhängig.

Wir als Amani gUG tragen mit dem Bau der Futtermühle zur Fertigstellung der Modellanlage in Lindi bei. Weil die Leute in unseren Einsatzgebieten (Mbesa und Lukumbo im Süden und Kilwa etwa 80 km nördlich von Lindi) wie überall in Tansania große Probleme damit haben, zwischen den sinnvollen und gar nicht sinnvollen Verlockungen durch neue Techniken in der Landwirtschaft für sich den richtigen Weg zu finden. Leider fällt die Wahl zu oft auf den „modernen“ Weg (Pflügen und Düngen) – der aber für ein anderes Kilma geschaffen wurde und das Auslaugen von Böden in Afrika vorantreiben.

Bauplatz und Grundriss

Die Futtermühle ist als Erweiterungsbau der schon existierenden Ölmühle geplant.

Das obere Bild zeigt das Gebäude der schon existierenden Ölmühle. Das Feld im Vordergrund ist der Bauplatz der geplanten Futtermühle. Hierzu wird die im Bild zu sehende Metallwand entfernt und das neue Gebäude angebaut. Der Grundriss der Futtermühle entspricht im Wesentlichen dem im unteren Bild dargestellten Grundriss der Ölmühle, jedoch ohne die Trennwand in der Mitte des Raumes und ohne Toiletten.

Verwendung der Futtermühle

Es handelt sich um einer reine Futtermühle Die direkte Angliederung an die Ölmühle erfolgt, um so die Abfallprodukte der Ölmühle direkt in Hühnerfutter wandeln zu können.

Momentan werden in der Ölmühle ausschließlich Sonnenblumen verarbeitet. Geplant ist aber auch die Verarbeitung anderer Pflanzen wie zum Beispiel Soya.

Die Abfallprodukte der Ölherstellung ergeben wertvolle Rohstoffe für die Herstellung von Hühnerfutter. Jedoch müssen sie – gerade wenn es um die Fütterung von Küken geht – mithilfe der Futtermühle entsprechend aufbereitet werden.

Durch den Einsatz der Futtermühle werden die Kosten für das Hühnerfutter signifikant gesenkt, welches momentan in Dar es Salaam gekauft und nach Lindi transportiert werden muss. Diese Einsparungen werden direkt an die örtlichen Bauern weitergegeben, die sich sowohl Küken zur Aufzucht als auch das dazu nötige Hühnerfutter bei KT kaufen können.

Im Endeffekt wird hierdurch die Gewinnspanne der örtlichen Bauern bei der Hühnerzucht erhöht.

Weiterhin kann KT so einen fairen Preis für den Rückkauf des fertigen Produktes garantieren, das dann im Schlachthaus weiterverarbeitet wird.

Der Bau der Futtermühle hat Anfang 2020 begonnen. Die Fertigstellung ist für den Oktober 2020 geplant.